B2B e-Commerce Knowhow (Teil 2): Selbstverwaltung im Kundencenter

24 Apr

Das Kundencenter ist eine der zentralen Funktionen eines leistungsfähigen B2B-Shops. Bei anderen Softwarelösungen firmiert diese Funktionalität auch unter den Bezeichnungen „Kundenselbstverwaltung“, „Corporate Account“ oder „Multi-User Account“. Wir erläutern, was sich hinter dem Thema verbirgt und warum es gerade für Unternehmenskunden entscheidend zur Arbeitserleichterung beitragen kann.

Die Schlüsselfunktionen des Kundencenters

Der Kunde selbst kennt seine Unternehmensprozesse am besten. Mit dem Kundencenter entscheiden und managen Ihre Kunden die Zugriffsrechte, Budgets und Workflows selbständig. Ob es um Sortimente, Inhalte oder Funktionen geht – jeder sieht nur das, was er soll. Jeder kann nur die Aktionen ausführen, zu denen er berechtigt ist. Wieviele Hauptnutzer es gibt, ist je nach Shopsoftware verschieden. In silver.eShop kann je Unternehmen ein oder mehrere Hauptnutzer festgelegt werden, für größtmögliche Flexibilität. Berechtigte Hauptnutzer können Shop-Accounts einrichten, Rollen und Budgets zuweisen und Freigabeprozesse verwalten.

silver.eShop - Nutzerverwaltung im Shop-Account eines Hauptnutzers

silver.eShop – Nutzerverwaltung im Shop-Account eines Hauptnutzers

Zu den einzelnen Sub-Accounts im Onlineshop gehören immer auch Zugriffsrechte und Nutzergruppen. So können Einkäufer tatsächlich Bestellungen auslösen, während z.B. Service-Mitarbeiter im Gegensatz dazu nur Zugriff auf technische Dokumente und Installationsanleitungen haben.

Hinweis zuf Budgetüberschreitung in silver.eShop

Hinweis zuf Budgetüberschreitung in silver.eShop

Zusätzlich zu den Berechtigungen können auch Budgetgrenzen und Freigabeprozesse ergänzt werden. So kann der bisher bekannte analoge Beschaffungsprozess 1:1 ins Internet übertragen werden. Die Mitarbeiter des Einkaufs bekommen so z.B. ein monatliches Budget zugewiesen, über das sie frei verfügen können. Sobald der Warenkorbwert eine bestimmte Grenze übersteigt oder die Summe der bisherigen Bestellungen ein Limit überschreitet, greift der Freigabeworkflow. Die Bestellung wird nicht sofort als Bestellung an das ERP übertragen, sondern es wird eine E-Mail an den Einkaufsleiter verschickt. Dieser kann den Warenkorb ändern, freigeben oder ablehnen. Als komfortables Addon können Mitarbeiter und Einkaufsleiter im Freigabeprozess interne Kommentare zu den Bestellungen austauschen.

silver.eShop Kundencenter mit Freigabeprozessen

Freigabeprozesse

Die Vorteile der Kundenselbstverwaltung

In Beschaffungsabteilungen gibt es oft Bedenken, dass durch den Einkauf in Onlineshops die etablierten Bestell- und Freigabeprozesse nicht mehr eingehalten werden können. Die Kundenselbstverwaltung trägt der Tatsache Rechnung, dass das Unternehmen selbst seine Abläufe und Verantwortlichkeiten am besten kennt und dass diese je nach Unternehmen auch ganz individuell sind. So kann der Kunde beim Wechsel von Ansprechpartnern und Verantwortlichkeiten mit Hilfe des Kundencenters schnell reagieren und entsprechende Accounts sperren oder Rechte verändern.

Verteilte Strukturen werden durch Freigabeworkflows optimal unterstützt. Auch wenn der Einkauf an einem anderen Standort beheimatet ist, können Einkaufsfreigaben jederzeit schnell und unkompliziert erteilt werden. Und da der eigene Onlineshop erfahrungsgemäß schnell zur Informationsplattform für alle Abteilungen im Unternehmen wird, können z.B. auch allgemeine Accounts für Nutzer ohne Einkaufsberechtigung erstellt werden. So haben nicht nur Mitarbeiter mit Zugriff aufs ERP oder PIM stets die aktuellsten Produktinformationen im Zugriff, sondern über den Onlineshop hat dies künftig jeder Mitarbeiter.

Weitere Informationen zum Kundencenter

In unserem Blogartikel B2B Best Practice: Unternehmensprozesse abbilden mit dem Kundencenter lesen sie, wie das Kundencenter im silver.eShop genau funktioniert und wie es hilft, Ihre Bestellprozesse optimal online zu managen.

Das Thema ist für Sie interessant und Sie haben weitere Fragen? Sie möchten sich das ganze einmal live anschauen? Frau Schulz steht Ihnen gerne für Fragen zur Verfügung.

Claudia Schulz, silver.solutions GmbHClaudia Schulz
Vertrieb

Fon: +49 (0)30.65.48.19.90
Fax: +49 (0)30.65.48.19.99
Mail: sales@silversolutions.de

Interview: THE GROUP OF ANALYSTS in conversation with Ania Hentz

24 Mrz

B2B eCommerce is on a growth trajectory. Strong driving forces include above all the expansion of digital processes, but also rising customer expectations and competitive pressure. Constantly-evolving technologies are opening up new possibilities and generating innovative ideas. And personalisation will play an important role here.

Temel Kahyaoglu, Chief Analyst THE GROUP OF ANALYSTS, talks with Ania Hentz, CEO silver.solutions on, what makes B2B eCommerce special

Read the full interview at thegroupofanalysts.com

 

OroCommerce – Ein neuer Player im B2B eCommerce

17 Mrz

shopping with smart phone and credit card

Im Herbst 2015 hat mit OroCommerce ein neuer Player die Bühne betreten, der sich auf die Fahnen geschrieben hat, den Markt für B2B e-Commerce zu revolutionieren. Die Köpfe hinter OroCommerce sind die ehemaligen Magento-Gründer Yoav Kutner und Roy Rubin. Nach ihrer Erfahrung aus dem Magento-Projekt sowie aus den ersten Oro-Projekten OroCRM und OroPlatform sahen sie einen dringenden Bedarf an einer flexiblen, niedrigpreisigen B2B e-Commerce Plattform für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Das Unternehmen stellt heraus, das OroCommerce die einzige e-Commerce Plattform ist, die von Anfang an nur für B2B entwickelt wurde. Seit Januar 2017 ist nun die Version 1.0 von OroCommerce verfügbar und wir haben sie schon mal einem ersten Test unterzogen. Ania Hentz und Frank Dege stehen Rede und Antwort und berichten von Ihren ersten Eindrücken zur neuen e-Commerce Lösung.

Frau Hentz, was war Ihr erster Eindruck beim Test des OroCommerce Demoshops?

Ania Hentz: silver.solutions bietet mit silver.eShop bereits seit mehr als 13 Jahren eine eCommerce Plattform, die von Anfang an für B2B entwickelt wurde und die bei zahlreichen namhaften Kunden erfolgreich im Einsatz ist. Daher sind wir natürlich besonders neugierig auf OroCommerce, die ebenfalls von sich sagen, eine reine B2B Shoplösung zu sein.

Tatsächlich wird bereits beim ersten Blick klar, dass es sich um einen B2B-Shop handelt, mit den für dieses Segment gängigsten Funktionen. Angebote anfordern und verwalten ist ebenso möglich wie Freigabeprozesse im Unternehmen abzubilden oder eine Bestellung über das Quickorder-Formular oder aus einem gespeicherten Warenkorb heraus. Etwas überrascht hat mich das spezielle Nutzerkonzept. Auf den ersten Blick gibt es keinen als solchen gekennzeichneten Warenkorb. Artikel werden zunächst auf eine Einkaufsliste gesetzt und von dort aus kann dann entschieden werden, ob ein Angebot beim Verkäufer angefordert wird oder ob die Liste direkt als Bestellung raus geht. Das scheint schon etwas speziell.

Herr Dege, worauf haben Sie als erstes geschaut?

Frank Dege: Als Spezialist für die Einbindung von e-Commerce in bestehende Businesssysteme und Geschäftsprozesse habe ich mir zunächst einmal die Möglichkeiten für eine Anbindung von OroCommerce an ein bestehendes ERP-System angeschaut. Mein erster Eindruck ist, dass es sich bei OroCommerce  um ein Standalone-System handelt, das keine enge Anbindung an eines der vielen ERP-Systeme am Markt vorsieht. Ein Web-Service-Interface zu OroCommerce ermöglicht es ERP-Systemen, Bestellungen im Shop abzuholen und weiterzuverarbeiten. Allerdings basiert OroCommerce auf der Oro Business Platform, auf deren Grundlage mittlerweile bereits das PIM akeneo und ein Open Source ERP namens Marello verfügbar sind. Eventuell sind hier weiterreichende Interaktionen möglich.

Welche Funktionen empfanden Sie als besonders praktisch und hilfreich?

Ania Hentz: Als Nutzer war ich positiv überrascht von den Layout-Optionen, die man selbst wählen kann. Diese verändern nicht einfach nur das Aussehen, sondern die Informationen werden dann auch inhaltlich unterschiedlich aufbereitet. Ebenfalls bereits vorhanden sind Kundengruppenpreise, mehrere Währungen und verschiedene Preise pro Produkt sowie die Integration von Lagerbeständen.

Frank Dege: Mir persönlich hat die individuelle Login-Seite für Corporate Kunden gut gefallen. Das ist technisch eine kleine Sache, holt aber den Kunden, der da gerade für sein Unternehmen einkauft, optimal ab.

Wo sehen Sie im Moment die Hauptzielgruppe von OroCommerce und wo besteht Ihrer Ansicht nach noch Nachbesserungsbedarf?

Frank Dege: Für mich ist OroCommerce ganz klar eine Lösung für Unternehmen, die eine „online first“ Strategie fahren. Ein ganz klassischer Fall wäre zum Beispiel ein Start-up mit einem vollständig neuen Geschäftsmodell. Wenn es noch kein ERP und kein PIM gibt, oder die Daten aus ERP und PIM für das Online-Geschäft nicht genutzt werden sollen, dann benötigt man auch keine weitreichenden Anbindungen und kann die Funktionen von OroCommerce voll ausnutzen und es darüber hinaus ohne Rücksicht auf Verluste an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Für Kunden, die bereits ihr gesamtes Geschäft über ein ERP abbilden, erscheint mir die Plattform nicht so geeignet, weil die Integration nicht nur hohe Aufwände erzeugt, sondern ggf. nur eingeschränkt möglich ist. Dies erfordert eher ein Produkt, das der Strategie „Integration first“ folgt wie silver.eShop.

Ania Hentz: Ja, ich stimme Frank da vollkommen zu. Für mich ergibt sich ein großer Widerspruch aus dem Anspruch, eine vollwertige, leistungsfähige B2B e-Commerce Lösung anzubieten, und gleichzeitig keinerlei Integration in die bestehenden Geschäftsprozesse vorzusehen. Weitere Baustellen wie z.B. eine noch in der Entwicklung befindliche Variantenlogik oder eine in der Community Edition fehlende SearchEngine sind gegen diesen grundsätzlichen Widerspruch eher kleine Mankos.

Vielen Dank für die ersten Eindrücke! Wir beobachten gespannt, wie es weitergeht mit dieser interessanten neuen Shoplösung.

B2B e-Commerce Plattformen im Vergleich*

Licence cost $35k-$250k $10-$25k $200k + $200k – $1M $1M +
Time to market 1-6 months 6-12 months 7-9 months 12-48 months 9-12 months
Cost of implementation $20k-$300k $50-$150k $500k-$750k $1M – $6M $1M
Available integrations N.A. Microsoft Dynamics, SAP SAP, Microsoft Dynamics SAP, Microsoft Dynamics SAP, Microsoft Dynamics
Fullscale CMS No Yes (fully integrated) Extra module WCMS Oracle WebCenter IBM Web Content Manager
Integrated search engine for CMS and e-commerce Available in Enterprise Edition Yes Available separately Available separately Available separately
Access to robust innovative community Yes Yes No No No
OroCommerce
silver.eShop - Die Lösung für integrierten B2B e-Commerce
HYBRIS
ORACLE / ATG
WEBSPHERE

B2B e-Commerce Knowhow (Teil 1): Sicherheit

7 Mrz

Abbildung digitale Sicherheit, Quelle: pixabay.com

Das Thema Sicherheit ist für Onlineanbieter ein Dauerbrenner. Hacker und Softwarehersteller befinden sich in einem ewigen Wettrennen. Fast im Wochentakt werden Berichte zu kritischen Sicherheitslücken in CMS- und Shop-Lösungen publik. Gerade erst wies sogar die Stiftung Warentest erneut auf ein bereits seit Monaten bekanntes Sicherheitsproblem bei einem großen Open-Source-Shopsystem hin, welches in den einzelnen Shops bis heute nicht vollständig ausgeräumt ist. Betroffen von Sicherheitslücken sind kleine Shopbetreiber ebenso wie große Player, wie der Fall Yahoo zeigt.

Sicherheit in B2B Onlineshops

Alles nicht relevant für B2B e-Commerce? Selbstverständlich sind kompromittierte Kundendaten auch im B2B e-Commerce ein Problem und müssen so gut es geht verhindert werden. Darüber hinaus hat das Thema jedoch noch eine viel größere Dimension: im Zeitalter der integrierten Systeme, in denen der Onlineshop Daten direkt in interne Firmensysteme wie ERP, CRM oder PIM einbindet, sind die Risiken von Sicherheitslücken unternehmenskritisch. Einen B2B Onlineshop als Standalone-Lösung zu betreiben ist jedoch auch keine Option. Die Frage ist also, wie schützen Sie Ihr ERP und die wichtigen Daten?

Das richtige Konzept bei der direkten Anbindung an firmeninterne Systeme

Viele Systeme bieten heute von Haus aus die Anbindung über offene Standardschnittstellen wie z.B. Web Service oder die REST API. Dies ist praktisch und erleichtert die Integration verschiedener Systeme. Der Nachteil ist jedoch, dass diese Schnittstellen auch Einfallstore für einen Angriff darstellen, wie erst kürzlich im Fall der WordPress REST API gesehen.

Eine bewährte Lösung stellt hier das Zwischenschalten einer Sicherheitsinstanz dar. So fungiert im Fall unserer Shoplösung silver.eShop der eingesetzte web.connector als Sicherheitsinstanz. Es erfolgt kein direkter Zugriff vom Onlineshop (DMZ) auf das ERP. Es werden nur  definierte Nachrichten zum ERP oder CRM übergeben. Darüber hinaus beinhaltet der Shop ein Monitoring, welches bei Unregelmäßigkeiten den Administrator informiert.

Neben fehlenden technischen Massnahmen führen oftmals konzeptionelle Fehler zu hohen Sicherheitsrisiken: bei vielen Online Shops werden Daten aus ERP oder CRM Systemen importiert. Dies kann im Falle eines Angriffs zu einem massiven Sicherheitsproblem führen. Wenn 10.000 vollständige Kundendatensätze in den Shop importiert werden, dann stellt dies bereits ein hohes Risiko dar. Allerdings unterstützen viele Standard Shops nur diese unsichere Import Variante.

Moderne und sichere Software-Plattformen

Entscheidenen Einfluss auf die Sicherheit hat die verwendete Software oder Platform. Je älter die Platform, umso kritischer ist in der Regel die Sicherheitsfrage. Es gibt zudem unterschiedliche Modelle, wie Zugriffsrechte und Sicherheit  geregelt werden.

Das in silver.eShop integrierte CMS eZ Platform setzt so z.B. auf ein rollenbasiertes Zugriffsmodell, welches den ohne Zuweisung einer entsprechenden Rolle zunächst einmal keinerlei Zugriff auf Inhalte order Funktion irgendwelcher Art gestattet. Dieses Sicherheitskonzept wird per Definition für alle Funktionen und Inhalte der Plattform genutzt.  eZ Plattform wird in sicherheitsrelevanten Bereichen wie bei Banken eingesetzt und regelmäßig überprüft.

Auch das eingesetzte Framework Symfony gilt gemeinhin als eines der modernsten und sichersten, jedoch können Entwickler auch hier schwerwiegende Fehler machen, die Hackern Tür und Tor öffnen.

Viele Anpassungen machen Systeme unsicher

Bei vielen Integrierten B2B  e-Commerce Projekten wird keine Standardlösung für B2B eingesetzt und die Entwickler passen das Produkt so stark an, dass Sicherheitslücken entstehen. Technische Restriktionen zwingen oftmals zu ungewöhnlichen Lösungen: viele an sich sichere Module werden komplett neu entwickelt, zu viele Daten aus dem ERP müssen importiert werden. Dies kann zu erheblichen Sicherheitsrisiken führen.

Häufig wird auf Basis eines VW Golf (=B2C Shop) ein LKW gebaut (=komplexer und integrierter B2B Shop). Für den Strassenverkehr unterbindet zumindest in Deutschland der TÜV oder die Dekra dies. Für Online-Shops gibt es entsprechende Prüfungen leider nicht.

Achten Sie also darauf, dass Sie eine B2B-Lösung einsetzten, die auch dafür entwickelt wurde.

Updates, Updates, Updates

Im Wettlauf von Sicherheitsexperten, Entwicklern, Hackern und Datendieben wird es zwangsläufig immer wieder Situationen geben, in denen Sicherheitslücken aufgedeckt werden. Wenn das der Fall sein sollte, dann hat ein Sicherheitsupdate oberste Priorität. Regelmäßige Sicherheitsupdates müssen zeitnah eingespielt werden. Wenn möglich, greifen Sie auf automatisierte Updates zurück.

Im Rahmen eines eZ Enterprise Vertrags erhalten Sie Sicherheits-Updates automatisch, im Gegensatz zur Open Source Version.

Zum Weiterlesen: Das Blog onlineshop-basics.de hat vor einiger Zeit in einem Artikel die verschieden Risiken für Onlineshops und mögliche Lösungsansätze informativ und übersichtlich zusammengestellt.

Interview: Was war, was wird – B2B Commerce Trends 2017

31 Jan

110678570 violetkaipa/Shutterstock.com

Der Jahresauftakt ist stets auch die Zeit für Prognosen und Trends für das bevorstehende Jahr. Wir haben Ende des vergangenen Jahres in einer kleinen Umfrage einmal die Meinung unserer Kunden und Partner eingeholt und wollten wissen, was so ganz praktisch die Themen sind, die sie mit ihren Onlineshops und e-Commerce Aktivitäten 2017 angehen werden.

Die Ergebnisse unserer Umfrage decken sich durchaus mit den Trends, die auch andere für B2B e-Commerce 2017 ausgemacht haben. Neben Marketing Automation, Internationalisierung und Content Driven e-Commerce wird das Thema Personalisierung  2017 weiterhin im Fokus stehen. Im Hintergrund sind technisch komplexe Themen wie Machine Learning zur Auswertung großer Datenmengen und künstliche Intelligenz z.B. im Zusammenhang mit Service-Chats ein spannendes Feld, auf dem sich 2017 sicherlich einiges tun wird.

Wir haben uns im Haus einmal umgehört, was die einzelnen Abteilungen in ihren Bereichen als die Trendthemen sehen.

Frau Hentz, als CEO, Kundenberaterin und Projektmanagerin haben tagtäglich sowohl mit langjährigen Bestandskunden als auch mit Neukunden zu tun und beraten diese hinsichtlich der Umsetzung der e-Commerce Strategie. Was sind für Sie die wichtigsten Themen, die uns 2017 beschäftigen werden?

Ania Hentz (CEO): Für 2017 sehe ich personalisierte Kundenberatung in Onlineshops als ein sehr wichtiges Thema. Mit relativ einfachen Mitteln lassen sich z.B. spezielle Einstiegsseiten oder Service- und Angebotsbereiche wie „Mein Sortiment“ für den Kunden realisieren. Im fortgeschrittenen Segment sorgen spezielle Tools für eine regelbasierte und algorithmusgesteuerte Personalisierung (Predicitve Analytics). Auch im Newsletter Marketing wird noch stärker personalisiert – für B2B Kunden auf Basis von ERP- und CRM-Daten kombiniert mit Daten zum Kundenverhalten im Shop.

Ein Trend im B2B Commerce ist der Wunsch zu einem direkten Kundenkontakt vom B2B Händler oder Hersteller zum Endkunden. Hier sind intelligente Geschäftsmodelle gefragt, die Partner und Distributoren mit einbeziehen. Wir sehen eine Entwicklung weg von der Trennung von B2B- und B2C-Märkten hin zu dem was seit einiger Zeit unter dem Begriff B2One zusammengefasst wird. B2One steht für eine 1:1 Beziehung zwischen Herstellern und Kunden. Mit dem direkten Kundenfeedback können Großhändler und Hersteller besser auf die Kundenbedürfnisse reagieren. Der Shop der Zukunft erkennt den Kunden automatisch und spricht ihn gezielt in seiner Rolle als B2C oder B2B Kunde an.

Damit einhergehend nehmen die Themen Partnershops und Shop-in-Shop an Bedeutung zu: Ein B2B Betreiber stellt die technische Plattform als Marktplatz zur Verfügung, auf dem dann seine Händler, aber eben durchaus auch Mitbewerber aus der eigenen Branche ihre Produkte anbieten.

Und zu guter letzt geht es noch mehr als in den vergangenen Jahren darum, die bestehenden Modelle und Angebote permanent weiterzuentwickeln. Es muss fortwährend analysiert, optimiert und erweitert werden, um am Puls der Zeit zu bleiben.

Herr Dege, aus Sicht des CTO und Softwarearchitekten, welchen B2B Trends sehen sie in diesem Jahr mit Spannung entgegen?

Frank Dege (CTO): 2017 wird insofern spannend für uns, weil wir mit unserer modernen technischen Plattform nun sehr gut neue Technologien integrieren können, was früher recht aufwändig war.

Besonderes spannend aus technischer Sicht sind Technologien wie progressive Web-Apps oder Single Page Applications. Auch wenn diese in 2017 noch keinen umfangreichen Einzug im Bereich e-Commerce halten werden: auf spezielle Use Cases ausgerichtete und nutzerfreundliche Anwendungen lassen sich damit sehr gut entwickeln, z.B. eine sehr schnelle und kompakte mobile Bestellanwendung mit direkter Scan-Funktion.

Im Bereich der neuen Technologie möchte ich besonders vue.js, einen sehr aktiven neuen Player auf dem Markt  der JavaScript Frameworks, hervorheben. Ich sehe hier eine sehr ernstzunehmende Konkurrenz für Google und Facebook, die mit ihren eigenen Frameworks Angular und React bisher den Markt dominiert haben.

Damit einhergehend sehen wir den Trend zu so genannten „headless“ Systemen. Dies sind Systeme wie CMS oder Shops, die sich vollständig über z.B. REST APIs bedienen lassen. Das Konzept des „Headless CMS“ gibt es ja schon länger, künftig erwarte ich dies auch im Bereich eCommerce: Headless e-Commerce. Hier können wir dann einen der Vorteile von silver.eShop endlich voll ausspielen, denn eZ Platform als headless CMS ist ja integraler Bestandteil des Shops.

Jetzt fragen Sie sich sicherlich, ob diese technischen „Spielereien“, für die wir Informatiker uns begeistern können, auch in der B2B Welt sichtbar werden: Auf jeden Fall, denn sie werden den Benutzerkomfort stark verbessern und speziell im B2B Bereich Bestellungen vereinfach und beschleunigen.

Frau Schulz, Sie sind als Sales Managerin viel in den sozialen Netzwerken unterwegs und haben das Ohr an der Basis. Was sind Ihrer Meinung nach die Trendthemen, die für den B2B e-Commerce 2017 maßgeblich sein werden?

Claudia Schulz (Sales Managerin): In den Netzwerken und auch in den Newslettern wird besonders zu Beginn des Jahres viel über Trends im e-Commerce gesprochen. Hier geht es sehr häufig um B2C e-Commerce, allerdings sind viele der Themen auch für B2B relevant, wenn auch die Anforderungen im B2B etwas anders gelagert sind. Eines der häufigsten Schlagwörter ist das Thema Personalisierung bzw. personalisierte Einkaufserlebnisse. Dem Kunden sollen individuelle Inhalte angezeigt werden, basierend auf seinem Einkaufsverhalten und auf dem Einkaufsverhalten von Konsumenten mit ähnlichen Interessen. Aus dem privaten Bereich kennt man das, wenn einem Vorschläge angezeigt werden „Kunden die dieses Produkt kauften, interessierten sich auch für…“ oder auch „Wird oft zusammen gekauft mit…“. Auch im B2B sind diese Vorschlage durchaus sinnvoll. So können beispielsweise einem Kunden, der einen Scheinwerfer gekauft hat, die passenden Leuchtkörper dazu direkt mit angezeigt werden. Der Onlineshop übernimmt damit die Rolle des Außendienstlers oder Fachberaters, der eine umfassende Beratung zum Sortiment bieten kann. Mit der stetigen Weiterentwicklung von Technologien wie künstlicher Intelligenz und Machine Learning und der stärkeren Vernetzung der Verkaufschannels werden künftig individuelle Inhalte und Angebote immer treffsicherer und darüber hinaus auch noch automatisiert möglich. Bereits heute können virtuelle Assistenten wie Googles Alexa oder Apples Siri auf Zuruf Bestellungen tätigen und Vorschläge zum nächsten Onlineeinkauf unterbreiten. Das wird sicher noch spannend werden, gerade auch im B2B Bereich, wo eine durchgehende Digitalisierung aller Prozesse einen 360 Grad Blick auf die Kunden ermöglicht.

Ein etwas weniger futuristisches aber praktisch sehr wichtiges Thema ist der unaufhaltbare Trend zu immer mehr mobilen Geräten und der damit verbundenen Notwendigkeit, auch im B2B e-Commerce auf Mobile First zu setzen. Denn das Ziel sollte sein, sogar von der Baustelle aus über das Smartphone die fehlenden Bauteile schnell und bequem im Onlineshop nachbestellen zu können. Und wo man gerade auf der Baustelle ist, sollte die Plattform des Herstellers oder Großhändlers auch gleich die Explosionszeichnungen zu einem wichtigen Bauteil bereithalten und Zugriff auf Service- oder Wartungsverträge ermöglichen. Es geht hier um das Zusammenwachsen von Commerce, Technologie und Inhalten auf einer großen Plattform. Zukünftig werden meiner Meinung nach Onlineshops nicht mehr allein für sich stehen, sondern sollen intelligent mit der Website verknüpft sein und selbstverständlich in die bestehenden Business Prozesse integriert sein. Schlagwörter sind hier unter anderem Rollen- und Rechte-Verteilung, abgestimmte Workflow-Prozesse, Anbindung an OCI-Schnittstellen für das E-Procurement, etc.

Vielen Dank für den Ausblick auf die B2B e-Commerce Themen des Jahres 2017.

Relocating to Germany: The 3 most important steps

6 Dez
Brandenburger Tor, copyright: sashagala/Shutterstock.com

Brandenburger Tor, sashagala/Shutterstock.com

silver.solutions GmbH is a software company with the main focus on e-business. We are a software manufacturer as well as a service provider. Our guiding principles are high quality standards, customer service, reliability and openness. We place great value on partnership, within the company as well as with our clients and partners. Trust is very important for us, and this includes our staff. You will find us decisive, competent and always in a good mood. Our little international family is constantly growing and like all companies in IT sector finding new people is quite a challenge. Over the years silver.solutions has been hiring team members from different countries of the EU and all over the world. We support our new colleagues during the relocation process to make the big step moving to a new country as smooth as possible. But having lived in Germany from day one we are so used to some things that sometimes it did not even occur to us that they might seem strange or utterly intransparent to new comers. Isabell, our office assistant, has talked to our foreign colleagues and has collected a few basic facts tips that you should be aware of when planning to move to Germany in general or to Berlin in particular.

Step 1: Getting an address in Germany

An address in Germany is the very first of a number of steps you will have to take care of and that usually means renting an apartment. Which can’t be that difficult, right? Well, this depends. For years finding affordable accommodations in Berlin has been fairly easy. Not so much in the recent years though. The housing market in Berlin has become quite heated but it is still nothing compared to other big cities like London, Paris or New York. There is usually a good number of appartments in any size and price range on the market – as long as you are open about the district. It doesn’t always have to be the bustling streets of hipster central Prenzlauer Berg, Mitte or Kreuzberg. How about looking a bit farther from the city centre to Treptow, Neukölln, Pankow, Marzahn or Mariendorf? The public transport network covers the city in its entirety with a large number of light railway (S-Bahn), subway (U-Bahn), tram or bus lines.

Once you found an apartment that you like and that fits your budget you will have to apply for it and convince the lessor. Which is where the paperwork starts, as you might expect from Germany. For renting an apartment there is are a number of papers required. The most important one is the SCHUFA statement. The SCHUFA is a statement about your financial situation. It’s a bit challenging to get it if you have no bank account in Germany. You can contact Schufa via mail or directly by phone and tell them you will need your Schufa. All they need is a current address. 90% of the real estate will prefer an applicant with Schufa. Beside the Schufa you will need your last 3 statements of the monthly salary or at least a copy of your work contract. Furthermore it is requested to prove that you have paid the rent for your previous apartment regularly.

Raquel has started working as a developer for silver.solutions GmbH two years ago. We’ve been asking her about what she thought was the most difficult part of moving from Madrid to Berlin.

Raquel: ”First time you arrive to Berlin you can’t imagine how difficult it is to find an apartment! There are some websites where people or companies announce flats for rent (some of them are translated in English). So if you find an interesting „flat advertisement“ the best option is to use the phone instead of sending e-mails. It’s more direct and you will have more possibilities to get an appointment to see the apartment. In addition it’s important to know that the flats are usually without furniture. I was very surprised when I found out about it! Another problem related with the flat is, where to live? Berlin is a very big city and you can spend your day in the subway and city train traveling from one place to another. I would recommend to choose a flat in the city centre or as close as possible to your job location. “

Step 2: Registering at the „Bürgeramt“

Something that foreigners are often not aware of is the fact that in Germany it is mandatory to register with the municipality as soon as you take up permanent residence somewhere. Usually this has to be done within the first two weeks. While in smaller communities this is something that does not require an appointment and is done within a couple of minutes, Berlin’s notoriously under-staffed and over-worked administration is a bit of a different case. Appointments need to be made via an online registration service and as those are usually in high-demand appointments up to 6 or 8 weeks in the future are not unusual. Since it doesn’t matter in which district you register it is a good idea to really check all available registration offices even if they are located on the other end of the city. In very urgent cases making a call and asking for an exceptional appointment can also help.

Once you have your appointment administration staff is usually helpful and trying their best to help you fill out everything correctly. But please be aware that English skills in the various offices are usually limited.

Mauro our system administrator moved from Genova, Italy to Berlin in 2014. He has had quite positive experiences with the “Bürgeramt”:

Mauro: “I had no trouble with the registration and everyone at the office in Lichtenberg was very kind and helpful. My German is not perfect but the staff was more than patient and helped me to fill in the forms. They answered all of my questions in detail so I have nothing to complain about. Just for the records: Bürgeramt will automatically send the registration to the tax office. That means your TAX ID will be sent to your new address within 6 weeks.”

For Non-EU residents before the „Bürgeramt“ there is the immigration services to deal with. This can be quite a lengthy process before you even get an appointment at the immigrations service. You have to fill out a very long form and hand in a whole bunch of documents, for example passports of all family members, marriage certificate, diplomas, of course all documents have to be translated into German. The immigration service offers great customer service for employers, but nevertheless it is a time consuming process. You have to plan about 8 weeks ahead minimum.

We asked Lucas, who moved from Costa Rica to Berlin in November 2015 what he thought about the German “immigration service”.

Lucas: “Public buildings are usually scary if you don’t know the rules, the language and also if you don’t know where to find everything. When I arrived at immigration service I was a bit lost, the place was crowded and it is very big. Luckily there are lots of signs, so if you pay attention you can get to the right place in no time. That’s a huge difference from Costa Rica, where almost nothing has signs and the streets have no names or numbers. Going back to immigration service, it was pretty straight forward, I just presented all the requested documents and the officer gave me my working permit right away.”

Step 3: Setting up a bank account

You’ve got an apartment and you’ve made everything official with the municipal office and the tax office. Now the one important thing that’s left is opening up a bank account. You absolutely need to have a bank account to receive pay checks and also to set up direct debit payment for the monthly rent. As someone from an EU country you should have no trouble at all opening up a bank account. An ID or passport is all it takes. To be on the safe side a copy of your registration statement is also good to bring. For Non-EU citizens banks normally ask for a work permit alongside passport and registration statement.

Here’s what Lucas experienced while opening a bank account.

Lucas: “My feeling about this country is that there is nothing in between, you can or you cannot. And the bank fits into this binary category. First I tried to open a bank account, but I didn’t have the working permit yet, so it was impossible. Later on I got the working permit and opened the bank account in a snap. If you have the required documents everything works perfectly, if you don’t have the required documents you just can’t do it. As an opposite situation I have friends who tried to open a bank account in Spain without a working permit, and with different branches of the same bank they got different results, in the end they could open the account without a working permit in certain branches. Not so much in Germany.”

Apartment, registration, bank account – check! Now you’re pretty much all set for rest of the adventure off arriving in Germany (Lächeln) Here’s some more facts about mastering daily life in your new home.

Some facts about the basic necessities in Germany

Telephone and internet

Telephone and internet are pretty much one of the first things your new apartments needs to be equipped with. Which does not sound like a big deal at all. But depending on where you live you will have different providers to choose from and you will have to figure in up to 8 weeks for the connection to be set up. In some places you will be able to connect to the internet via cable connection, in other places you only get the slower DSL connection (via telephone line). Telekom used to be the state owned enterprise who delivered all telecom services until the deregulation at the end of the 90s. Telekom is still the most used provider in Germany. Other big name companies are Vodafone/Vodafone Kabel, 1&1, Unitymedia and O2.

We asked Lucas about what he thought getting internet connection in Berlin was like compared to back in Costa Rica.

Lucas: “It was definitely more difficult to get an internet connection here in Berlin. I really did not see this coming. It’s a common saying that everything works pretty well in Germany. But internet connection is not like that. It took more than five weeks before I had internet connection in my flat. Despite the fact that Costa Rica has probably only one IP class C for the whole country, it is quicker to get a connection there.”

Groceries and shopping

Germany has a very diverse market for grocery stores. Staple foods and goods are usually quite cheap compared to other countries and most people buy those at one of the various discount chains. For a wider selection big super market chains carry pretty much everything from flour over cereals to bed linens. Other options for one-stop shopping are classic department stores.

Depending on where you are coming from opening hours in Germany might take some getting used to. Most discount stores are open Monday through Saturday from 8:00 am to 8:00 pm. The bigger super markets usually are open till 10 at night. Most other stores don’t open before 10 am and sometimes close as early as 6 pm. Saturdays especially smaller shops close as early as 1 o’clock in the afternoon. Sundays shops are closed. But lots of bakeries will sell freshly baked goods until about noon. State laws pretty much forbid 24/7 shopping with some small exceptions. If you are in desperate need of something on a Sunday afternoon try the next gas station (they usually have a small shop attached) or a big train station. In Berlin there is also the lovely institution of a „Späti“ which translates to something like „late shopping“.

Credit or debit card versus cash

While in some countries cash payment is a dying species it is very much alive and dancing in Germany. More than 50% of sales in retail stores are generated through cash payment. Don’t be surprised to find signs on the door that read „cash only“ even in busy cafés and bars in the international and very hip Berlin city center. Also bakeries, tabac shops and other small shops often times don’t accept credit or debit cards. And even if a store does take plastic cards it is not sure they will accept YOUR particular brand of credit card. The safest bet is to always carry at least some cash and a debit card from a German bank as those are the most likely to be accepted.

So that’s it for our little 101 of moving to Germany. Of course there is lots more fun stuff to be discovered. Berlin is such a big, diverse city that it offers activities for every taste and inclination. And if big city life gets too stressful sometimes there’s the entirety of the surrounding Brandenburg countryside open for adventuring.

You’ve got questions or would like to share your own experiences arriving in German? Feel free to comment and share 🙂

Produktdaten für die Industrie 4.0

24 Okt

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Open Source PIM Akeneo und Dynamics NAV

Wir befinden uns mitten in der vierten industriellen Revolution, die gekennzeichnet ist von der Verschmelzung von Technologien, vom Verschwimmen der physikalischen, der digitalen und der biologischen Welt. Diese digitale Entwicklung vollzieht sich in einer nie gesehenen Geschwindigkeit, was sie zu einem Top-Thema auf dem diesjährigen Weltwirtschaftsforum in Davos machte. Als Begrifflichkeit für die aktuelle industrielle Entwicklung hat sich die Bezeichnung Industrie 4.0 eingebürgert. In der Industrie 4.0 verzahnt sich Produktion mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik. Menschen, Maschinen, Anlagen, Logistik und Produkte kommunizieren und kooperieren in der Industrie 4.0 direkt miteinander. Technische Grundlage hierfür sind intelligente, digital vernetzte Systeme, mit deren Hilfe eine weitestgehend selbstorganisierte Produktion möglich wird. 

Produktdaten als Eckpfeiler des Digitalisierungsprozesses

Einer der Eckpfeiler für einen erfolgreichen Digitalisierungsprozess sind top gepflegte Produktdaten. silver.solutions erlebt seit vielen Jahren, dass gerade hier eine notorische Engstelle bei der Digitalisierung der Geschäftsprozesse besteht. Hersteller und Händler nutzen ein ERP-System, das alle wichtigen Daten zum tatsächlichen Verkauf eines Produkts bereitstellt. Marketingmaterialien jedoch werden immer noch separat erstellt und die Daten sind oftmals nicht standardisiert und erst recht nicht in einheitlichen Systemen oder Formaten verfügbar, so dass sie sich nur schwer für Onlineshops nutzen lassen. Dabei sind umfassende Produktinformationen für Kunden heute einer der beiden wichtigsten Punkte für eine Kaufentscheidung. Um Produktdaten strukturiert zu verwalten und sinnvoll im e-Commerce zu nutzen, bedarf es eines Produktinformationssystems (PIM), das nicht alleinstehend funktioniert, sondern auch das ERP-System einbindet.

Es gibt zahlreiche PIM-Systeme am Markt, deren Ausrichtung und Lizenzmodelle sich zum Teil sehr deutlich unterscheiden. Die Lizenzkosten beginnen häufig erst im Bereich von 100.000 EUR Lizenzkosten zuzüglich Implementierungsaufwand, Wartungs- und Supportgebühren. Das sind Summen, die für mittelständische Unternehmen oftmals eine große Hürde darstellen. Aber mittlerweile gibt es am Markt auch Alternativen, mit denen sich kostengünstiger starten lässt und die bereits eine sehr gute Basis für die optimale Aufbereitung der Produktdaten bieten.

Akeneo als PIM für den Einstieg – und darüber hinaus

Wir möchten an dieser Stelle das PIM Akeneo der gleichnamigen Firma als ein geeignetes Einsteiger-PIM vorstellen. Akeneo ist sowohl als Open Source Produkt als auch als Lizenzprodukt mit Zusatzfunktionen und Herstellersupport verfügbar. Das Unternehmen wurde 2012 gegründet, u.a. von ehemaligen Magento Gründern.

Akeneo bietet ein übersichtliches User Interface und bringt bereits im Standard überzeugende Funktionen zur Verwaltung der Produktinhalte mit. Über Kataloge und Ausgabekanäle werden Produkte flexibel und intuitiv strukturiert und organisiert. Inhalte können problemlos in mehrere Sprachen übersetzt werden. Ein praktisches Fortschrittstool zeigt an, wie vollständig die Inhalte für die verschiedenen Ausgabekanäle sind und wo noch Hand angelegt werden muss. Die Standard-Exportfunktion kann durch Zusatzmodule aus dem Akeneo Marketplace erweitert werden, so dass z.B. auch ein direkter Export zu Katalog- oder Layout-Software wie InDesign möglich wird. Mit der Enterprise Edition runden Profi-Funktionen wie z.B. ein erweitertes Rollen- und Rechte-Management, Workflow-Prozesse oder ein Asset Manager für Bilder und Dokumente das Angebot ab.

Akeneo setzt auf Symfony als Plattform, was es zu einem guten Kandidaten für eine Integration macht, denn viele moderne Onlineanwendungen nutzen Symfony als Basis, so z.B. auch silver.eShop und das integrierte CMS eZ Platform.

Wie funktioniert die Anbindung von Akeneo an einen Onlineshop und Dynamics NAV?

silver.solutions ist spezialisiert auf die Integration von ERP-System und Shop. Seit mehr als 10 Jahren verbindet der web.connector die ERP-Systeme Microsoft Dynamics NAV, Dynamics AX und SAP zuverlässig mit dem Onlineshop silver.eShop und mit weiteren wichtigen Systemen wie z.B. PIMs, CRMs oder Procurement-Lösungen. Als Praxistest hat silver.solutions Akeneo an Microsoft Dynamics NAV angebunden. Hierfür wurde der Einsatzbereich des web.connectors so erweitert, dass jetzt Daten zwischen ERP, PIM und Onlineshop automatisiert ausgetauscht werden. Eine Anbindung an Microsoft Dynamics AX und SAP ist ebenfalls möglich.

Im ersten Schritt der PIM-Anbindung müssen die grundlegenden Produktdaten wie z.B. Produktbezeichnung und Artikelnummer aus dem ERP ins PIM übertragen werden. Im vorliegenden Fall werden in NAV neu angelegte oder aktivierte Produkte automatisch an das PIM übertragen. Im PIM sind diese Produkte in einem speziellen Katalog hinterlegt, so dass sie schnell auffindbar sind. Nach der Anreicherung mit weiteren Daten und Assets im PIM werden die Produkte freigegeben und sind im Onlineshop sichtbar.

 

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Auch der nächste Schritt erfolgt automatisiert. Über den web.connector erfolgt ein direkter Datenaustausch in Echtzeit zwischen PIM und Onlineshop. Sobald im PIM ein Datensatz verändert wird, ändern sich die Daten auch im Webshop. Das erhöht die Datenqualität und vereinfacht den Prozess. Für Print Kataloge und Werbemittel kann parallel wie gewohnt ein Export angestoßen werden.

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Beim Einsatz von silver.eShop als e-Commerce Lösung tauschen nicht nur PIM und Shop Daten aus. Auch NAV und Onlineshop stehen an den notwendigen Stellen in Verbindung und tauschen Daten zu Verfügbarkeiten und individuellen Preise aus.

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Mittels der geeigneten Schnittstelle und dem passenden Shopsystem sind über ein PIM auch noch weitere Funktionen realisierbar, die besonders für Großhändler und Einkaufsgemeinschaften interessant sind. Das PIM kann z.B. nicht nur Produkte aus dem hauseigenen ERP beziehen, sondern zusätzlich können auch Kataloge von Lieferanten eingebunden werden. Neben dem eigenen Sortiment wird es so möglich, auch die Produkte verschiedener Händler über den eigenen Shop als Bestellprodukte anzubieten.

Tipp: Ihr Rezept für zukunftsfähige Produktdaten

  • Prüfen Sie, welche Produktdaten Sie heute bereits veröffentlichen.
  • Definieren, wo Sie Ihre Produktdaten künftig einsetzen werden.
  • Finden Sie heraus, in welchen Systemen und Abteilungen bisher Produkt- und Katalogdaten erstellt und bearbeitet werden.
  • Machen Sie einen Plan, wer künftig die Zusammenführung der Daten verantwortet.
  • Evaluieren Sie potentielle PIM-Systeme.
  • Entscheiden Sie mit Blick auf zukünftiges Wachstum.

Sie sind auf der Suche nach einer zukunftsfähigen e-Commerce-Lösung und möchten Ihr Unternehmen fit machen für die Industrie 4.0? Ania Hentz steht Ihnen mit Ihrer Erfahrung aus über 15 Jahren e-Business Consulting gerne zur Verfügung.

Ania Hentz, Geschäftsführerin silver.solutions GmbH Ania Hentz
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