Interview: Was war, was wird – B2B Commerce Trends 2017

31 Jan

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Der Jahresauftakt ist stets auch die Zeit für Prognosen und Trends für das bevorstehende Jahr. Wir haben Ende des vergangenen Jahres in einer kleinen Umfrage einmal die Meinung unserer Kunden und Partner eingeholt und wollten wissen, was so ganz praktisch die Themen sind, die sie mit ihren Onlineshops und e-Commerce Aktivitäten 2017 angehen werden.

Die Ergebnisse unserer Umfrage decken sich durchaus mit den Trends, die auch andere für B2B e-Commerce 2017 ausgemacht haben. Neben Marketing Automation, Internationalisierung und Content Driven e-Commerce wird das Thema Personalisierung  2017 weiterhin im Fokus stehen. Im Hintergrund sind technisch komplexe Themen wie Machine Learning zur Auswertung großer Datenmengen und künstliche Intelligenz z.B. im Zusammenhang mit Service-Chats ein spannendes Feld, auf dem sich 2017 sicherlich einiges tun wird.

Wir haben uns im Haus einmal umgehört, was die einzelnen Abteilungen in ihren Bereichen als die Trendthemen sehen.

Frau Hentz, als CEO, Kundenberaterin und Projektmanagerin haben tagtäglich sowohl mit langjährigen Bestandskunden als auch mit Neukunden zu tun und beraten diese hinsichtlich der Umsetzung der e-Commerce Strategie. Was sind für Sie die wichtigsten Themen, die uns 2017 beschäftigen werden?

Ania Hentz (CEO): Für 2017 sehe ich personalisierte Kundenberatung in Onlineshops als ein sehr wichtiges Thema. Mit relativ einfachen Mitteln lassen sich z.B. spezielle Einstiegsseiten oder Service- und Angebotsbereiche wie „Mein Sortiment“ für den Kunden realisieren. Im fortgeschrittenen Segment sorgen spezielle Tools für eine regelbasierte und algorithmusgesteuerte Personalisierung (Predicitve Analytics). Auch im Newsletter Marketing wird noch stärker personalisiert – für B2B Kunden auf Basis von ERP- und CRM-Daten kombiniert mit Daten zum Kundenverhalten im Shop.

Ein Trend im B2B Commerce ist der Wunsch zu einem direkten Kundenkontakt vom B2B Händler oder Hersteller zum Endkunden. Hier sind intelligente Geschäftsmodelle gefragt, die Partner und Distributoren mit einbeziehen. Wir sehen eine Entwicklung weg von der Trennung von B2B- und B2C-Märkten hin zu dem was seit einiger Zeit unter dem Begriff B2One zusammengefasst wird. B2One steht für eine 1:1 Beziehung zwischen Herstellern und Kunden. Mit dem direkten Kundenfeedback können Großhändler und Hersteller besser auf die Kundenbedürfnisse reagieren. Der Shop der Zukunft erkennt den Kunden automatisch und spricht ihn gezielt in seiner Rolle als B2C oder B2B Kunde an.

Damit einhergehend nehmen die Themen Partnershops und Shop-in-Shop an Bedeutung zu: Ein B2B Betreiber stellt die technische Plattform als Marktplatz zur Verfügung, auf dem dann seine Händler, aber eben durchaus auch Mitbewerber aus der eigenen Branche ihre Produkte anbieten.

Und zu guter letzt geht es noch mehr als in den vergangenen Jahren darum, die bestehenden Modelle und Angebote permanent weiterzuentwickeln. Es muss fortwährend analysiert, optimiert und erweitert werden, um am Puls der Zeit zu bleiben.

Herr Dege, aus Sicht des CTO und Softwarearchitekten, welchen B2B Trends sehen sie in diesem Jahr mit Spannung entgegen?

Frank Dege (CTO): 2017 wird insofern spannend für uns, weil wir mit unserer modernen technischen Plattform nun sehr gut neue Technologien integrieren können, was früher recht aufwändig war.

Besonderes spannend aus technischer Sicht sind Technologien wie progressive Web-Apps oder Single Page Applications. Auch wenn diese in 2017 noch keinen umfangreichen Einzug im Bereich e-Commerce halten werden: auf spezielle Use Cases ausgerichtete und nutzerfreundliche Anwendungen lassen sich damit sehr gut entwickeln, z.B. eine sehr schnelle und kompakte mobile Bestellanwendung mit direkter Scan-Funktion.

Im Bereich der neuen Technologie möchte ich besonders vue.js, einen sehr aktiven neuen Player auf dem Markt  der JavaScript Frameworks, hervorheben. Ich sehe hier eine sehr ernstzunehmende Konkurrenz für Google und Facebook, die mit ihren eigenen Frameworks Angular und React bisher den Markt dominiert haben.

Damit einhergehend sehen wir den Trend zu so genannten „headless“ Systemen. Dies sind Systeme wie CMS oder Shops, die sich vollständig über z.B. REST APIs bedienen lassen. Das Konzept des „Headless CMS“ gibt es ja schon länger, künftig erwarte ich dies auch im Bereich eCommerce: Headless e-Commerce. Hier können wir dann einen der Vorteile von silver.eShop endlich voll ausspielen, denn eZ Platform als headless CMS ist ja integraler Bestandteil des Shops.

Jetzt fragen Sie sich sicherlich, ob diese technischen „Spielereien“, für die wir Informatiker uns begeistern können, auch in der B2B Welt sichtbar werden: Auf jeden Fall, denn sie werden den Benutzerkomfort stark verbessern und speziell im B2B Bereich Bestellungen vereinfach und beschleunigen.

Frau Schulz, Sie sind als Sales Managerin viel in den sozialen Netzwerken unterwegs und haben das Ohr an der Basis. Was sind Ihrer Meinung nach die Trendthemen, die für den B2B e-Commerce 2017 maßgeblich sein werden?

Claudia Schulz (Sales Managerin): In den Netzwerken und auch in den Newslettern wird besonders zu Beginn des Jahres viel über Trends im e-Commerce gesprochen. Hier geht es sehr häufig um B2C e-Commerce, allerdings sind viele der Themen auch für B2B relevant, wenn auch die Anforderungen im B2B etwas anders gelagert sind. Eines der häufigsten Schlagwörter ist das Thema Personalisierung bzw. personalisierte Einkaufserlebnisse. Dem Kunden sollen individuelle Inhalte angezeigt werden, basierend auf seinem Einkaufsverhalten und auf dem Einkaufsverhalten von Konsumenten mit ähnlichen Interessen. Aus dem privaten Bereich kennt man das, wenn einem Vorschläge angezeigt werden „Kunden die dieses Produkt kauften, interessierten sich auch für…“ oder auch „Wird oft zusammen gekauft mit…“. Auch im B2B sind diese Vorschlage durchaus sinnvoll. So können beispielsweise einem Kunden, der einen Scheinwerfer gekauft hat, die passenden Leuchtkörper dazu direkt mit angezeigt werden. Der Onlineshop übernimmt damit die Rolle des Außendienstlers oder Fachberaters, der eine umfassende Beratung zum Sortiment bieten kann. Mit der stetigen Weiterentwicklung von Technologien wie künstlicher Intelligenz und Machine Learning und der stärkeren Vernetzung der Verkaufschannels werden künftig individuelle Inhalte und Angebote immer treffsicherer und darüber hinaus auch noch automatisiert möglich. Bereits heute können virtuelle Assistenten wie Googles Alexa oder Apples Siri auf Zuruf Bestellungen tätigen und Vorschläge zum nächsten Onlineeinkauf unterbreiten. Das wird sicher noch spannend werden, gerade auch im B2B Bereich, wo eine durchgehende Digitalisierung aller Prozesse einen 360 Grad Blick auf die Kunden ermöglicht.

Ein etwas weniger futuristisches aber praktisch sehr wichtiges Thema ist der unaufhaltbare Trend zu immer mehr mobilen Geräten und der damit verbundenen Notwendigkeit, auch im B2B e-Commerce auf Mobile First zu setzen. Denn das Ziel sollte sein, sogar von der Baustelle aus über das Smartphone die fehlenden Bauteile schnell und bequem im Onlineshop nachbestellen zu können. Und wo man gerade auf der Baustelle ist, sollte die Plattform des Herstellers oder Großhändlers auch gleich die Explosionszeichnungen zu einem wichtigen Bauteil bereithalten und Zugriff auf Service- oder Wartungsverträge ermöglichen. Es geht hier um das Zusammenwachsen von Commerce, Technologie und Inhalten auf einer großen Plattform. Zukünftig werden meiner Meinung nach Onlineshops nicht mehr allein für sich stehen, sondern sollen intelligent mit der Website verknüpft sein und selbstverständlich in die bestehenden Business Prozesse integriert sein. Schlagwörter sind hier unter anderem Rollen- und Rechte-Verteilung, abgestimmte Workflow-Prozesse, Anbindung an OCI-Schnittstellen für das E-Procurement, etc.

Vielen Dank für den Ausblick auf die B2B e-Commerce Themen des Jahres 2017.

Produktdaten für die Industrie 4.0

24 Okt

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Open Source PIM Akeneo und Dynamics NAV

Wir befinden uns mitten in der vierten industriellen Revolution, die gekennzeichnet ist von der Verschmelzung von Technologien, vom Verschwimmen der physikalischen, der digitalen und der biologischen Welt. Diese digitale Entwicklung vollzieht sich in einer nie gesehenen Geschwindigkeit, was sie zu einem Top-Thema auf dem diesjährigen Weltwirtschaftsforum in Davos machte. Als Begrifflichkeit für die aktuelle industrielle Entwicklung hat sich die Bezeichnung Industrie 4.0 eingebürgert. In der Industrie 4.0 verzahnt sich Produktion mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik. Menschen, Maschinen, Anlagen, Logistik und Produkte kommunizieren und kooperieren in der Industrie 4.0 direkt miteinander. Technische Grundlage hierfür sind intelligente, digital vernetzte Systeme, mit deren Hilfe eine weitestgehend selbstorganisierte Produktion möglich wird. 

Produktdaten als Eckpfeiler des Digitalisierungsprozesses

Einer der Eckpfeiler für einen erfolgreichen Digitalisierungsprozess sind top gepflegte Produktdaten. silver.solutions erlebt seit vielen Jahren, dass gerade hier eine notorische Engstelle bei der Digitalisierung der Geschäftsprozesse besteht. Hersteller und Händler nutzen ein ERP-System, das alle wichtigen Daten zum tatsächlichen Verkauf eines Produkts bereitstellt. Marketingmaterialien jedoch werden immer noch separat erstellt und die Daten sind oftmals nicht standardisiert und erst recht nicht in einheitlichen Systemen oder Formaten verfügbar, so dass sie sich nur schwer für Onlineshops nutzen lassen. Dabei sind umfassende Produktinformationen für Kunden heute einer der beiden wichtigsten Punkte für eine Kaufentscheidung. Um Produktdaten strukturiert zu verwalten und sinnvoll im e-Commerce zu nutzen, bedarf es eines Produktinformationssystems (PIM), das nicht alleinstehend funktioniert, sondern auch das ERP-System einbindet.

Es gibt zahlreiche PIM-Systeme am Markt, deren Ausrichtung und Lizenzmodelle sich zum Teil sehr deutlich unterscheiden. Die Lizenzkosten beginnen häufig erst im Bereich von 100.000 EUR Lizenzkosten zuzüglich Implementierungsaufwand, Wartungs- und Supportgebühren. Das sind Summen, die für mittelständische Unternehmen oftmals eine große Hürde darstellen. Aber mittlerweile gibt es am Markt auch Alternativen, mit denen sich kostengünstiger starten lässt und die bereits eine sehr gute Basis für die optimale Aufbereitung der Produktdaten bieten.

Akeneo als PIM für den Einstieg – und darüber hinaus

Wir möchten an dieser Stelle das PIM Akeneo der gleichnamigen Firma als ein geeignetes Einsteiger-PIM vorstellen. Akeneo ist sowohl als Open Source Produkt als auch als Lizenzprodukt mit Zusatzfunktionen und Herstellersupport verfügbar. Das Unternehmen wurde 2012 gegründet, u.a. von ehemaligen Magento Gründern.

Akeneo bietet ein übersichtliches User Interface und bringt bereits im Standard überzeugende Funktionen zur Verwaltung der Produktinhalte mit. Über Kataloge und Ausgabekanäle werden Produkte flexibel und intuitiv strukturiert und organisiert. Inhalte können problemlos in mehrere Sprachen übersetzt werden. Ein praktisches Fortschrittstool zeigt an, wie vollständig die Inhalte für die verschiedenen Ausgabekanäle sind und wo noch Hand angelegt werden muss. Die Standard-Exportfunktion kann durch Zusatzmodule aus dem Akeneo Marketplace erweitert werden, so dass z.B. auch ein direkter Export zu Katalog- oder Layout-Software wie InDesign möglich wird. Mit der Enterprise Edition runden Profi-Funktionen wie z.B. ein erweitertes Rollen- und Rechte-Management, Workflow-Prozesse oder ein Asset Manager für Bilder und Dokumente das Angebot ab.

Akeneo setzt auf Symfony als Plattform, was es zu einem guten Kandidaten für eine Integration macht, denn viele moderne Onlineanwendungen nutzen Symfony als Basis, so z.B. auch silver.eShop und das integrierte CMS eZ Platform.

Wie funktioniert die Anbindung von Akeneo an einen Onlineshop und Dynamics NAV?

silver.solutions ist spezialisiert auf die Integration von ERP-System und Shop. Seit mehr als 10 Jahren verbindet der web.connector die ERP-Systeme Microsoft Dynamics NAV, Dynamics AX und SAP zuverlässig mit dem Onlineshop silver.eShop und mit weiteren wichtigen Systemen wie z.B. PIMs, CRMs oder Procurement-Lösungen. Als Praxistest hat silver.solutions Akeneo an Microsoft Dynamics NAV angebunden. Hierfür wurde der Einsatzbereich des web.connectors so erweitert, dass jetzt Daten zwischen ERP, PIM und Onlineshop automatisiert ausgetauscht werden. Eine Anbindung an Microsoft Dynamics AX und SAP ist ebenfalls möglich.

Im ersten Schritt der PIM-Anbindung müssen die grundlegenden Produktdaten wie z.B. Produktbezeichnung und Artikelnummer aus dem ERP ins PIM übertragen werden. Im vorliegenden Fall werden in NAV neu angelegte oder aktivierte Produkte automatisch an das PIM übertragen. Im PIM sind diese Produkte in einem speziellen Katalog hinterlegt, so dass sie schnell auffindbar sind. Nach der Anreicherung mit weiteren Daten und Assets im PIM werden die Produkte freigegeben und sind im Onlineshop sichtbar.

 

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Auch der nächste Schritt erfolgt automatisiert. Über den web.connector erfolgt ein direkter Datenaustausch in Echtzeit zwischen PIM und Onlineshop. Sobald im PIM ein Datensatz verändert wird, ändern sich die Daten auch im Webshop. Das erhöht die Datenqualität und vereinfacht den Prozess. Für Print Kataloge und Werbemittel kann parallel wie gewohnt ein Export angestoßen werden.

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Beim Einsatz von silver.eShop als e-Commerce Lösung tauschen nicht nur PIM und Shop Daten aus. Auch NAV und Onlineshop stehen an den notwendigen Stellen in Verbindung und tauschen Daten zu Verfügbarkeiten und individuellen Preise aus.

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Mittels der geeigneten Schnittstelle und dem passenden Shopsystem sind über ein PIM auch noch weitere Funktionen realisierbar, die besonders für Großhändler und Einkaufsgemeinschaften interessant sind. Das PIM kann z.B. nicht nur Produkte aus dem hauseigenen ERP beziehen, sondern zusätzlich können auch Kataloge von Lieferanten eingebunden werden. Neben dem eigenen Sortiment wird es so möglich, auch die Produkte verschiedener Händler über den eigenen Shop als Bestellprodukte anzubieten.

Tipp: Ihr Rezept für zukunftsfähige Produktdaten

  • Prüfen Sie, welche Produktdaten Sie heute bereits veröffentlichen.
  • Definieren, wo Sie Ihre Produktdaten künftig einsetzen werden.
  • Finden Sie heraus, in welchen Systemen und Abteilungen bisher Produkt- und Katalogdaten erstellt und bearbeitet werden.
  • Machen Sie einen Plan, wer künftig die Zusammenführung der Daten verantwortet.
  • Evaluieren Sie potentielle PIM-Systeme.
  • Entscheiden Sie mit Blick auf zukünftiges Wachstum.

Sie sind auf der Suche nach einer zukunftsfähigen e-Commerce-Lösung und möchten Ihr Unternehmen fit machen für die Industrie 4.0? Ania Hentz steht Ihnen mit Ihrer Erfahrung aus über 15 Jahren e-Business Consulting gerne zur Verfügung.

Ania Hentz, Geschäftsführerin silver.solutions GmbH Ania Hentz
GeschäftsführerinFon: +49 (0)30.65.48.19.90
Fax: +49 (0)30.65.48.19.99
Mail: contact@silversolutions.de

B2B Praxis: Top 5 Tipps zur Auswahl eines Shopsystems

25 Jul

Tipps zur Auswahl eines B2B-Shopsysetm

Anfang Juli hatte iBusiness zur virtuellen Entscheiderkonferenz zum Thema „B2B-Commerce und Digitale Transformation“ eingeladen. Ania Hentz gab als B2B-Spezialistin Tipps zur Auswahl des passenden Shopsystems für erfolgreichen B2B-Commerce. Sie machte deutlich, wie wichtig es ist, den Kundennutzen stets im Blick zu halten und mittels einer Integration in die bestehenden Geschäftsprozesse die Kunden auch online optimal zu bedienen. Hier zusammengefasst ihre Top 5 für die Auswahl der passenden e-Commerce Lösung

Tipp 1: Achten Sie auf optimierte Bestellabläufe

Versetzen Sie sich in die Situation Ihrer Kunden und bieten Sie Ihren Kunden die passenden Funktionen für komfortables Bestellen an. Für Kunden in Bereichen mit einer hohen Bestellfrequenz  kann es sich zum Beispiel anbieten, alle bestellten Waren der letzten Wochen übersichtlich anzuzeigen und daraus direkt einen individuellen Bestellvorschlag abzuleiten. Aus den am häufigsten bestellten Waren kann automatisch „Mein Sortiment“ erstellt werden, welches den Bestellprozess für den Kunden beschleunigt.

Wenn Sie ein großes Sortiment online anbieten, sollte sie überlegen, wie die Bestellung von mehreren hundert Positionen vereinfacht werden kann. Der Upload von Bestelllisten, Schnellbestellformulare zur Eingabe von Artikelnummern oder eine Mobile mit Barcode Scanner können hier weiterhelfen.

Tipp 2: Prüfen Sie die Komplexität Ihres Preismodells

ERP-Systeme bieten vielfältige Möglichkeiten der Preisdefinition und viele Unternehmen nutzen diese Möglichkeiten für kundenindividuelle Konditionen. Die Umsetzung vorhandener B2B-Preismodelle stellt Shopsysteme regelmäßig vor große Probleme. Das Nachprogrammieren komplexer Preismodelle in einem Shop ist aufwendig und kann zu Abweichungen in den Preisen führen z.B. durch Rundungsdifferenzen. Der Bezug individueller Preise in Echtzeit aus dem ERP kann von vielen Anbietern nicht performant genug realisiert werden. Daher sollten Sie bei der Shopauswahl das Thema Preisfindung frühzeitig und eingehen prüfen, um ihr Preismodell auch im Onlineshop anbieten zu können. > Mehr dazu im Blogartikel „Individuelle Preise im B2B eCommerce“

Tipp 3: Der Shop sollte die Unternehmensprozesse Ihrer Kunden unterstützen

Der Kunde ist König. In einem B2B-Shop geht es um weit mehr als nur Bestellungen. Ein guter Shop unterstützt die Prozesse der Kunden indem er z.B. Bestellberechtigungen, Budgetgrenzen oder Sortimentseinschränkungen beachtet. Aber auch die direkte Übertragung von Bestellungen an das ERP-System des Kunden per sogenanntem Punch Out oder OCI Schnittstelle kann ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein. Bieten Sie Ihren Kunden Funktionen an, die entscheidende Abteilungen wie den Einkauf unterstützen.

Tipp 4: Integrieren Sie den Shop in Ihre Geschäftsprozesse

Genauso wichtig, wie die Geschäftsprozesse Ihrer Kunden ist die Integration Ihrer eigenen Geschäftsprozesse mit dem Shop. Automatisierte Abläufe sparen Zeit und Geld und bieten gleichzeitig Ihren Kunden hochaktuelle Daten und Informationen. Ein gut durchdachter Shop kann Ihre Mitarbeiter entlasten und gleichzeitig einen besseren Kundenservice bieten. Prüfen Sie mit welchen Funktionen Sie den Kundenservice verbessern können. Die Einführung eines neuen B2B Shops ist immer auch eine gute Gelegenheit die eigenen Prozesse zu überprüfen und zu verbessern.

Tipp 5: Ein Shop alleine reicht nicht aus

Ein flexibler B2B-Shop ist ein guter Anfang, reicht jedoch heute längst nicht mehr aus. Im Unternehmen heute gibt es eine Vielzahl an Kontaktpunkten mit dem Kunden, bei denen diverse EDV-Systeme involviert sind: die Website, der Außendienst, der Kundenservice, der Onlineshop, der Point-of-Sale, die Reklamationsabteilung, Marketingnewsletter, das Händlerportal u.v.m. Eine Shoplösung heute sollte mehr können und die digitale Entwicklung Ihres Unternehmens insgesamt unterstützen. Der Trend geht hin zu Plattformen, die unter einem Dach den Aufbau von B2B Shops, B2C Shops, Partnershops, Websites, Microsites, Intranetangeboten uvam. ermöglichen. Der Vorteil einer solchen integrierten Plattform liegt auf der Hand. Sie gewinnen durchgehende Informationen über jeden Besucher und Kunden über den gesamten Prozess hinweg. Diese Daten können für eine konsequente Weiterentwicklung des eigenen Angebots und der eigenen Prozesse genutzt werden.

Fazit: Denken Sie strategisch. Suchen Sie eine Lösung, die sich mit Ihrem Unternehmen entwickeln kann.

Sie sind auf der Suche nach einer e-Commerce-Lösung und brauchen Unterstützung bei der Entscheidungsfindung. Ania Hentz steht Ihnen mit Ihrer Erfahrung aus über 15 Jahren B2B e-Commerce gerne zur Verfügung.

Ania Hentz, Geschäftsführerin silver.solutions GmbH Ania Hentz
GeschäftsführerinFon: +49 (0)30.65.48.19.90
Fax: +49 (0)30.65.48.19.99
Mail: contact@silversolutions.de

 

B2B Best Practice: Unternehmensprozesse abbilden mit dem Kundencenter

5 Jul

Abstract for our English speaking visitors: To best serve your B2B customers a simple web-shop is not enough. The key to success is self-service. With self-service functions such as order approvals, credit limits, organisational roles & rights and automatic user registration you are helping your customers to perform their jobs more easily and more efficiently. And if you make their jobs easier they will be back to do business with you again. Our e-commerce solutions silver.eShop comes with an add-on called „Customer Center“ that does exactly that: it adds much requested self-service functions and raises the B2B performance of the shop.

Sobald eine Firma eine gewisse Größe erreicht hat, sind B2B Einkäufer in ihrem Unternehmen in Prozesse und Strukturen eingebunden und können nicht einfach mal so etwas online bestellen. Verschiedene Abteilungen benötigen unterschiedliche Materialien und Funktionen. Der Servicetechniker kauft gar nichts, er braucht nur die aktuellsten Datenblätter. Vorgesetzte sind für Freigaben und Budgets zuständig und am Ende hat das Controlling die Zahlen im Blick. Möchte ein Hersteller einen erfolgreichen B2B Shop anbieten, so sollte seine Shopsoftware diese Rahmenbedingungen auch abbilden können.

Selbst ist der Kunde: Automatische Freischaltung und übersichtliche Verwaltung

Für genau solche Fällte gibt es zur Shoplösung silver.eShop ein Zusatzmodul namens „Kundencenter“, welches mittels Rollen & Rechten sowie Freigabeworkflows die Unternehmensprozesse individuell abbilden kann. Das Kundencenter vereinfacht für den Shop-Betreiber die Arbeit, da die Kunden Ihre Daten und Mitarbeiter online selbst pflegen können und diese direkt mit dem ERP ausgetauscht werden.

silver.eShop - DLRG Benutzerverwaltung

Beispiel einer Benutzerverwaltung mit unterschiedlichen Rechten und Limits

Ist das Kundencenter einmal im Shop aktiviert, kann im ERP-System definiert werden, ob ein Kunde das Kundencenter verwenden darf oder nicht. Die Freischaltung kann dann ganz automatisch mit der Kundennummer, einer Rechnungsnummer sowie der E-Mail-Adresse erfolgen. Der Shop prüft anhand einer Anfrage an das ERP-System, ob dieser Kunde das Kundencenter nutzen darf. Ist dies der Fall, so wird im Shop das Unternehmen sowie ein Hauptkontakt angelegt, der zukünftig die Verwaltung der Shopzugänge für sein Unternehmen übernehmen kann. Unter „Mein Konto“ stehen dem Hauptnutzer im Bereich „Kundencenter“ dann die Funktionen „Bestellungen freigeben“ und „Benutzerverwaltung“ zur Verfügung.

silver.eShop - Kundencenter für Hauptkontakt

Kundencenter für Hauptkontakt im Service-Menü

In der Benutzerverwaltung kann der Hauptkontakt:

  • Neue Nutzer anlegen
  • Nutzer aktivieren oder deaktivieren
  • Namen oder Emailadressen ändern
  • Das Budget festlegen
  • Die Rechte und Rollen des Nutzers anpassen

Sollten im ERP-System bereits weitere Mitarbeiter des Kunden bekannt sein, so können diese direkt als Shopnutzer angelegt werden.

Alles im Griff: Budgetverwaltung und Workflows

Ein Hauptkontakt kann für jeden Mitarbeiter individuelle Budgetgrenzen festlegen. Im Standard kann eine maximale Bestellmenge sowie ein Auftragsvolumen je Auftrag definiert werden. Überschreitet ein Mitarbeiter bei einer Bestellung sein Budget, so wird er darüber informiert und sein Auftrag mit allen Angaben zunächst zur Freigabe an einen oder mehrere Personen gesendet.

silver.eShop - Freigabe Bestellungen

Beispiel einer Bestellung, die beim Vorgesetzten auf Freigabe wartet

Der Hauptkontakt kann einen oder mehrere Personen dafür festlegen. Ist keine Person für die Auftragsfreigabe definiert, so erhält der Hauptkontakt die Bestellung zur Freigabe. So kann im Urlaubsfall sichergestellt werden, dass ggf. ein Vertreter eine Bestellung freigibt.

Eine Bestellung, die freigegeben wird, enthält alle nötigen Angaben wie z.B. Lieferadressen, Zahlungs- und Lieferarten sowie Kommentare zum Auftrag. Dies spart Zeit und vermeidet fehlerhafte Aufträge. Bei Bedarf kann die freigebende Person Aufträge auch ändern. Wird ein Auftrag gesendet, so wird der Besteller darüber per Email informiert.

Ein Mitarbeiter kann jederzeit sehen, welche Bestellungen noch offen sind und welchen Status diese haben. Ferner wird die Kommunikation, die der Besteller während des Freigabeprozesses mit dem Verantwortlichen führt, übersichtlich dokumentiert. Wird eine Bestellung nicht freigegeben, so erhält der Besteller eine E-Mail. Er kann den Auftrag mit einem Kommentar und ggf. angepasster Stückzahl oder Gesamtsumme wieder an den Verantwortlichen zur erneuten Prüfung zurücksenden.

Fazit: Für jeden Kunden die passende Funktion

Bieten Sie Ihren Kunden nützliche Self-Service Funktionen, die entscheidende Abteilungen wie den Einkauf oder den Kundenservice gezielt unterstützen. Durch die Einhaltung der inviduellen Bestellprozesse geben Sie ihren Kunden die notwendige Sicherheit, dass keine unerlaubten Bestellungen getätigt werden können, bieten Anreize für höhere Bestellvolumen durch kundeninterne Bündelung von Bestellungen und verringern die Fehler- und Retourenquoten. Sie punkten durch außergewöhnlich guten Service, erhöhen die Kundenbindung und entlasten Ihren eigenen Innendienst. Zusätzlich erhöht sich die Datenqualität im ERP, da die Kunden ihre eigenen Kontaktdaten am besten kennen und über den Shop direkt ins ERP übergeben.

Viele große Unternehmen, die einen strategischen Lieferanten suchen, fordern Freigabeprozesse und eine Budgetverwaltung. silver.eShop ermöglicht auch die direkte Einbindung des ERP-Systems des Kunden für einen vollautomatischen Auftragsprozess. Sprechen Sie uns gerne darauf an!

Three Questions for … // Impressions from the eCommerce Berlin Expo

24 Mai
e-Commerce Berlin Expo, photo: sekcjaspecjalna.pl

e-Commerce Berlin Expo, photo copyright: sekcjaspecjalna.pl

As a Berlin based company specialised in e-commerce software and projects we are keeping a close eye on e-commerce events in our own hometown. Back in April two of our colleagues have paid a visit to a relatively new event called „e-Commerce Berlin Expo“. This Expo is part of a network of events hosted in capital cities of Central and Eastern Europe. According to their website the organizers are hoping to provide a platform for networking and for sharing knowledge and business opportunities. We asked Lucas Dima, new member of our silver.eShop development team, and Frank Dege, CTO, for their impressions of the event.

In your opinion, what was the main focus of the Expo? Was it all about web shops or did it cover a broader spectrum?

Lucas: I got the impression that is was mostly companies from Eastern Europe presenting their software and services to either shop vendors and/or shop owners. The event was relatively small but the exhibitors covered a broad range of topics from server solutions over e-mail and payment solutions up to content services for shop owners, for example content creation, translations or product photography.

Frank: Yes, I second Lucas‘ impression. It was a platform for Eastern European companies to introduce their products and services to the German audience. I discovered a few interesting companies that I hadn’t heard of before, for example the company Marketizator. Marketizator is offering A/B testing, surveys and personalisation with the aim to increase conversions and this for a very competitive price. It sounded like an interesting option for shop owners to get a foot into this whole topic.

Did you attend any talks? What were the most interesting topics for you?

Lucas: There were three auditoriums with a variety of companies and speakers covering all kinds of e-commerce topics. I watched a few interesting product presentations and discovered a couple of new to me e-commerce companies. We had some interesting conversations with service providers, for example with MonkeyData, who are specialising in analytics of e-commerce data in the cloud. That sounded quite interesting and promising to me. Also the presention of OroCommerce was quite interesting because it shone a light on the general requirements for B2B Commerce.

Frank: For me the talk from Yoav Kutner, founder and CEO of OroCommerce was the most interesting. With OroCommerce the former founders of Magento eCommerce are working on delivering a B2B eCommerce platform. On the podium Kutner emphasized how B2B commerce is NOT B2C commerce and how using a B2C shop software to deliver a B2B shopping experience will most likely result in headaches on all sides. He specifically went into detail about the complex pricing logic for B2B customers (which we talked about extensively on the blog back in January / DE) where B2C shops fail on a regular basis. Other B2B requirements include catalogue segmentation or individual products, corporate accounts or sales staff functions. For me this was interesting because all the features that were mentioned – and where OroCommerce is still in the development stages – have been standard with our e-commerce solutions silver.eShop pretty much from day one and are used by many, many customers.

Another interesting talk came from the Otto Group, one of Germany’s leading e-Commerce players. They could not emphasize enough how important relevant and unique content is today to sell products. To actually make the most of the content you’ve so painstakingly created you need a powerful but flexible content storage. It really does not give you any advantage if all your product information is held in one big media container. To distribute your product data and content you need them more structured and in smaller pieces. Which is exactly what we do with our shop, thanks to eZ Enterprise. On their blog eZ explains the benefit of having structured content in your CMS.

Would you like to attend this event again next year?

Lucas: Yeah, it was overall an interesting event and I would like to go again next year, given the chance. I could also imagine for silver.solutions to submit a proposal for a talk for next year’s eCommerce Berlin Expo.

Frank: Even with our busy schedules this was a day well spent. So yes, I think we will keep an eye out for next year’s eCommerce Berlin Expo and see if we can drop in again.

Thank you both for finding the time and answering my questions.

Individuelle Preise im B2B eCommerce – eine Hürde für viele Shopsysteme

29 Jan

Gerade eben konnte man im e-Commerce-Magazin lesen, dass die im B2B-Commerce üblichen kundenindividuellen Preise Shopsysteme vor große Herausforderungen stellen. Der Artikel skizziert kurz und knapp, wo die Schwierigkeiten liegen. Das Fazit fällt ernüchternd aus. Dem Autoren des Artikels zufolge scheidet eine Echtzeitberechnung kundenindividueller Preise aus Performance-Gründen aus. Und ein 1:1 Nachbau der ERP-Preislogik ist laut eines zitierten OXID Experten viel zu aufwändig und fehleranfällig.

Ist es wirklich nicht möglich, kundenindividuelle Preise in Echtzeit mit hoher Performanz im Onlineshop zu nutzen?

Nach mehr als 150 B2B eCommerce Projekten haben wir eine klare Antwort auf diese Frage: Ja es ist möglich und es ist auch zwingend notwendig.

Händler erwarten, dass sie auch im Onlinshop zu ihren individuellen Preisen und Bestellkonditionen bestellen können. Ohne wenn und aber.

Der Analyse des eingangs zitierten Artikels in Sachen Nachbau der Preislogik im Shop können wir jedoch nur zustimmen. Dieses Vorgehen ist aufwendig und riskant! Viele ERP Experten stehen bereits bei der Implementierung von Preislogiken im ERP vor großen Herausforderungen. Es ist schier unmöglich, komplexe, mehrdimensionale Preiskonditionen in einem Onlineshop nachzubilden. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Bei sehr einfachen Konditionen und Preisvarianten kann die gesamte Preisfindung unter Umständen unkompliziert im Onlineshop abgebildet werben. Unserer Erfahrung nach ist dies jedoch in der Mehrzahl der B2B Projekte nicht möglich.

Was ist also die Alternative? Die Alternative dazu ist es, dass der Shop die Logik des ERP Systems nutzt und die Preise dort berechnen lässt. Aber auch hier steckt der Teufel im Detail.

Preise für einen Stand-Alone Onlineshop im ERP berechnen – das wird schwierig

Viele am Markt bekannte eCommerce Lösungen und Onlineshop Systeme haben in der Regel erhebliche Probleme damit, die Businesslogik eines ERP-Systems zu nutzen. Dies ist verständlich, wurden sie doch als eCommerce Stand-Alone-Lösung entwickelt, welche vom Produktkatalog, der Artikelverwaltung bis hin zu Preisberechung und Versand-Tracking alles unter einem Dach abwickelt. Die Idee dahinter: der Kunde bekommt Shop und ein kleines ERP aus einer Hand. Für Kunden, die ein reines Online-Geschäft betreiben, ist dies eine ideale Lösung.

Für B2B Anbieter mit einer breiten Produktpalette, verschiedenen Vertriebskanälen und besonderen Konditionen für diverse Händlergruppen ist eine ERP-Anbindung an vielen Stellen unerlässlich. Dabei gerät die Anbindung eines solchen Shopsystems an ein ERP leider regelmäßig zum Albtraum:

  • Es kann zu langen Ladezeiten bei der Preisberechnung kommen.
  • Shoppreise weichen von den im ERP berechneten Preisen ab.
  • Der Versuch, individuelle Preise zu cachen, endet im „big data“ Desaster.
  • Preise werden teilweise per Ajax nachgeladen und belasten das ERP mehr als gedacht.
  • Das ERP-System wird unnötig belastet.
  • Ist das ERP nicht verfügbar, kann der Kunde oftmals nicht bestellen.

Wie kommen Preise zuverlässig und performant vom ERP zum Shop?

silver.solutions hat bei der Entwicklung des silver.e-shop konsequent den Ansatz „ERP first“ verfolgt. Der Shop wurde von vornherein für die Anbindung an ERP-Systeme entwickelt, ist jedoch nicht einfach ein Add-On oder ein Zusatzmodel zum ERP. silver.e-shop ist auch für sich allein genommen ein vollwertiges Shop-System, das bei Bedarf komplett eigenständig funktioniert. Ganz gezielt wird dort wo es sinnvoll und zwingend ist die Businesslogik des ERP genutzt, und an vielen anderen Stellen eben nicht.

Die Belastung des ERP wird durch ein optimiertes Zugriffskonzept stark reduziert. So wird beispielsweise bei einer Preisanfrage mit vielen Positionen nur eine einzige Anfrage ans ERP übermittelt anstatt vieler verschiedener Anfragen. Ganz generell werden Anfragen ans ERP nur dann gestellt, wenn es wirklich erforderlich ist.

Speziell entwickelte Module wie der Chained Price Provider, das ERP Message Modul, der Debitor Vorlagen Service oder optimierte Caching Verfahren sorgen für eine möglichst reibungslose und effiziente Kommunikation zwischen Onlineshop und ERP.

Und was ist, wenn das ERP einmal nicht erreichbar ist? Fallbackverfahren sorgen dafür, dass in diesem Fall der Shopbetrieb weiter geht und keine Bestellungen und Kunden verloren gehen.

Augen auf bei der Wahl des Shopsystems

Unterschiedliche Bedürfnisse erfordern unterschiedliche Lösungen. Bei der Wahl der geeigneten eCommerce-Lösung muss ganz genau geschaut werden, welche Prozesse müssen unterstützt werden und wie komplex sind die bereits im ERP implementierten Abläufe und Logiken. Für einige Kunden wird sich dabei herausstellen, dass einer der vielen am Markt etablierten Stand-Alone-Shops die passende Wahl ist. Besonders für B2B-Anbieter stellen sich jedoch oftmals Fragen, die mit einem Shop von der Stange so nicht einfach zu lösen sind. Hier kommen dann eCommerce Lösungen wie silver.e-shop ins Spiel. Eine intelligente Verknüpfung von ERP und Shop spart Kosten und vereinfacht die Arbeit für alle Beteiligten.

B2B Commerce // Kundenorientierte Inhalte und Angebote durch Personalisierung

21 Dez

Ein moderner Onlineshop zeichnet sich dadurch aus, dass er Kunden bedarfsgerechte Angebote und Inhalte unterbreitet und so mehr Umsätze generiert. Solche so genannten personalisierten Inhalte werden auch für Kunden im B2B-Bereich zunehmend wichtiger. Passende Empfehlungen basierend auf den bisherigen Einkäufen und besuchten Produktseiten sind hierbei ein viel genutztes Instrument. Was eine solche Recommendation Engine für Sie leisten kann, werden wir Ihnen im Frühjahr 2016 vorstellen.

Für die eCommerce Plattform silver.e-shop bereiten wir zur Zeit ein weiteres Werkzeug vor, das es Shopbetreibern ermöglicht, noch auf anderen Wegen Inhalte zu personalisieren – durch Kundensegmente und Filter.

Nutzersegmente erstellen in silver.e-shop – Backend

Nutzersegmente erstellen in silver.e-shop – Backend

Wie kann ich Kundensegmente erstellen?

Als Shop-Betreiber können Sie im Backend bestimmte Merkmale festlegen, anhand derer Nutzer einem Kundensegmente zugeordnet werden.

Solche Merkmale könnten z.B. sein:

  • Infos aus dem ERP: z.B. Kundengruppe, Kundennummer, Sperr-Kennzeichen, Branche, Land oder Postleitzahl
  • Infos zum Kaufverhalten: Anzahl Aufträge, Auftragswerte, Datum des letzten Kaufs, gekaufte Produktgruppen, Marken oder Produkte
  • Warenkorb-Abbrüche
  • Newsletter-Anmeldung
  • Nutzung von Marketing Gutscheinen

Die Segmente werden dynamisch erstellt, d.h. Kunden erscheinen durch Ihr Verhalten in den entsprechenden Segmenten. Auch neue Kunden werden automatisch zugeordnet.

Was mache ich im Shop mit den Kundensegmenten?

Im Shop können an diversen Stellen für ausgewählte Kundensegmente nun spezielle Banner, Angebote oder Informationen angezeigt werden. Erstellen Sie z.B. ein Segment mit Kunden, die länger als 6 Monate nichts bestellt haben. Um diese Kunden zum Kauf zu animieren, können Sie ihnen direkt einen Gutschein-Code anzeigen, der sofort eingelöst werden kann.

Banner mit individuellem Rabattcode im Onlineshop

Banner mit individuellem Rabattcode im Onlineshop

Wo können Kundensegmente noch zum Einsatz kommen?

Nun hat man im Shop differenzierte Kundensegmente und kann dort spezielle Kampagnen aussteuern. Aber selbstverständlich gibt es noch mehr Kanäle, auf denen man Kunden ansprechen möchte. So wäre es z.B. auch möglich, die Kunden einzelner Segmente zu exportieren und in ein Newsletter- oder Marketing-Tool einzuspielen. Mittels Email können so beispielsweise Kunden angeschrieben werden, die seit 3 Monaten nichts mehr gekauft haben. Hierbei müssen natürlich Datenschutzbestimmungen beachtet werden.

Sie möchten Kunden gezielt neue Zusatzprodukte  für ein bestimmtes Produkt anbieten? Erstellen Sie einfach ein Segment mit den Kunden, die in einem bestimmten Zeitraum ein bestimmtes Produkt gekauft haben und sprechen Sie diese direkt an!

Auch eine Verwendung in einem Direktmailing ist denkbar, um z.B. alle Nutzer einer bestimmten Maschine zur nächsten Fachmesse einzuladen.

Personalisierter Newsletter

Personalisierter Newsletter

Sie haben schon Ideen und besondere Anforderungen?

Kein Problem. Sie haben die Sicherheit, dass unsere Plattform und die verfügbaren Zusatzmodule die gängigsten Anwendungsfälle standardmäßig abdecken. Darüber hinaus finden wir für Sie auch die passende individuelle Lösung. Als Spezialist für B2B Onlinehandel kennen wir uns aus mit Spezialanforderungen, Branchenlösungen und der Integration von diversen Drittsystemen. → Fragen Sie uns und wir finden gemeinsam den besten Weg.